Faire Anwerbung gestalten – Ausbeutung verhindern

Faire Anwerbung gestalten – Ausbeutung verhindern

Deutschland wird mittel- und langfristig noch stärker auf Arbeitskräfte aus Drittstaaten angewiesen sein. Damit steigen die Anforderungen an eine verlässliche Steuerung von Arbeitsmigration, auch im Sinne der betroffenen Arbeitskräfte. 

Viele Migrationsinteressierte erhalten bereits im Herkunftsland unklare oder irreführende Informationen über Arbeitsbedingungen, Rechte und Perspektiven in Deutschland. Das Risiko ausbeuterischer Beschäftigung beginnt daher oft schon vor der Einreise. Vermittlungsstrukturen sind häufig grenzüberschreitend und informell organisiert – und deshalb schwer zu kontrollieren. Belastbare Daten fehlen, behördliche Zuständigkeiten sind zersplittert. Zugleich scheuen Betroffene aufgrund von Abhängigkeiten, Informationsdefiziten oder Sprachbarrieren davor zurück, ihre Rechte einzufordern. So bleibt Ausbeutung vielfach unsichtbar.

Um diese Probleme anzugehen, hat die Bundesregierung Anfang 2025 den Nationalen Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit verabschiedet. In einem neuen Policy Paper der Friedrich-Ebert-Stiftung erläutern Migrationsforscher, wie private Vermittlungsakteure strenger reguliert und Arbeiter*innen fairer rekrutiert werden können.